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Vereinsstatuten

§1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1. Der Verein führt den Namen "Halle der Helden - Erster Österreichischer Rollenspielverein.

2. Er hat seinen Sitz in Marchtrenk und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet.

3. Die Errichtung von Zweigvereinen in anderen Bundesländern ist beabsichtigt.

§2 Vereinszweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt:

1. das Zusammenführen mehrerer einzelner Personen zu Spielegruppen um Punkt b) zu ermöglichen.

2. das gemeinsame Spielen von Rollenspielen (besonders Fantasy und Science Fiction Rollenspiele) in mehreren Gruppen. Rollenspiele sind eine spezielle Art von Gesellschaftsspielen, bei denen mehrere Spieler unter Anleitung eines Spielleiters verschiedene Rollen bzw. Helden verkörpern und gemeinsam eine Aufgabe in Dialogform mit dem Spielleiter zu lösen versuchen.

3. die Pflege von gesellschaftlichen Zusammenkünften

4. die Förderung und Verbreitung von Rollenspielen, da diese weitgehendst unbekannt sind, und die damit einhergehende Sprach- und Verhaltenskultur.

§3 Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

1. Der Vereinszweck soll durch die in Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

2. Als ideelle Mittel dienen:

a. Versammlungen: gemeinsame Spielenachmittage bzw. -abende

b. Vorträge

c. Gesellige Zusammenkünfte

d. Besuch von Spielemessen im In- und Ausland

e. Veranstaltung von Informationstagen

3. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

a. Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge

b. Erträgnisse aus Veranstaltungen und vereinseigenen Unternehmungen

3. Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

4. Einhebung von Unkostenbeiträgen

§4 Arten der Mitgliedschaft

1. Die Mitglieder des Vereins unterteilen sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

2. Ordentliche Mitglieder sind jene, die im Verein als Spieler und/oder Spielleiter tätig sind.

a. Die Aufnahme in den Verein erfolgt für ordentliche Mitglieder nur als Spieler.

b. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das ordentliche Mitglied zum Spielerstatus zusätzlich den

Spielleiterstatus erlangen. Dies erfolgt auf Antrag des jeweiligen Mitglieds bei der

Spielsystemvertreter-Versammlung.

c. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die weder als Spieler noch als Spielleiter tätig sind.

Sie haben kein Stimmrecht in der Generalversammlung.

d. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein

ernannt werden. Sie werden dadurch von der Zahlung des jährlichen Mitgliedsbeitrages

befreit.

§5 Erwerb der Mitgliedschaft

1. Ordentliche Mitglieder des Vereins können nur physische Personen sein. Darüber ist die Aufnahme von juristischen Personen als außerordentliches Mitglied zulässig. Ehrenmitglieder können sowohl physische oder juristische Personen sein.

2. Die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

3. Die Ernennung eines ordentlichen Mitglieds erfolgt auf Antrag des Mitglieds beim Vorstand durch die Vorstandsmitglieder.

4. Die Ernennung eines Ehrenmitgliedes erfolgt auf Antrag des Vorstandes bei der Generalversammlung

5. Vor Konstituierung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von Mitgliedern durch die Proponenten. Diese Mitgliedschaft wird allerdings erst mit der Konstituierung des Vereins wirksam.

§6 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt, durch Streichung und durch Ausschluss.

2. Der Austritt aus dem Verein kann jederzeit erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens einen Monat vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam.

3. Die Streichung eines Mitglieds kann der vorstand jederzeit vornehmen, wenn dies trotz zweimaliger Mahnung länger als drei Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hiervon unberührt.

4. Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedschaftspflichten und wegen unehrenhaften Verhalten verfügt werden, sowie wegen fortwährender Missachtung von §7 Abs. 2. Gegen Ausschluss ist die Berufung an die Generalversammlung zulässig. Bis zu deren Entscheidung ruhen die Mitgliedschaftsrechte.

5. Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den in Abs. 4 genannten Gründen beschlossen werden.

§7 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Die Einrichtungen des Vereins dürfen nur mit dem Einverständnis und in der Gegenwart eines Spielssystemvertreters oder eines Vorstandfunktionäres beansprucht werden. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht stehen nur den ordentlichen und Ehrenmitgliedern zu, wobei hier die Volljährigkeit Voraussetzung ist.

2. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung jährlich beschlossenen Höhe verpflichtet.

§8 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind:

* die Generalversammlung

* der Vorstand

* die Rechnungsprüfer

* das Schiedsgericht

§9 Die Generalversammlung

1. Die ordentliche Generalversammlung findet jährlich innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Kalenderjahres statt.

2. Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluß des Vorstandes oder der ordentlichen Generalversammlung, auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder oder auf Verlangen des Rechnungsprüfers binnen vier Wochen stattzufinden.

3. Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.

4. Anträge zur Generalversammlung sind mindestens fünf Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.

5. Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung - können zur Tagesordnung gefasst werden.

6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder, nicht jedoch die außerordentlichen. Jedes Mitglied hat eine Stimme (Juristische Personen werden bei der Generalversammlung durch einen Bevollmächtigten vertreten. Die Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig).

7. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder (bzw. ihrer Vertreter) (Abs.6) beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung dreißig Minuten später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig ist.

8. Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

9. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann, in dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§10 Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

* Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses.

* Beschlussfassung über den Voranschlag.

* Bestätigung bzw. Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und des Rechnungsprüfers. Hierbei ist folgende Einschränkung zu beachten: Der Spielleitervertreter muss den Spielleiterstatus besitzen.

* Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und außerordentliche Mitglieder.

* Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft.

* Entscheidungen über Berufungen gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft.

* Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins.

* Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§11 Der Vorstand

1. Der Vorstand setzt sich aus den folgenden Funktionären zusammen:

1. Obmann/ Schriftführer

2. Spielleitervertreter/ Obmann-Stellvertreter

3. Kassier

4. Materialwart

5. Zwei Event-Manager

2. Die Funktionsperiode des Vorstandes beträgt ein Jahr. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.

3. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seine Stelle ein anderes Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.

4. Der Vorstand wird vom Obmann/Schriftführer, in dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder eingeladen werden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.

5. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse (mit Ausnahme von §11 Abs.6 und Abs.7 und §12 Punkt f) mit einfacher Stimmenmehrheit. Mitglieder des Vorstandes mit Doppelfunktion haben nur eine Stimme im Vorstand. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

6. Gültige Beschlüsse können nur vom Vorstand mit einstimmiger Mehrheit aller Vorstandsfunktionäre geändert werden. Ansonsten kann nur die Generalversammlung gültige Beschlüsse ändern.

7. Die Aufnahme eines Mitglieds wird nur durch einen einstimmigen Beschluß des Vorstandes durchgeführt.

8. Den Vorsitz führt der Obmann/Schriftführer, bei Verhinderung seinem Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied. Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung, Rücktritt und Entzug der Mitgliedschaft.

9. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben.

10. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle eines Rücktritts des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. mit Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

§12 Der Obmann/ Schriftführer

Der Obmann/Schriftführer ist der höchste Vereinsfunktionär. Ihm obliegt die Vertretung des Vereins, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritten Personen. Er führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei Gefahr im Verzug ist er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung, des Vorstandes oder der Spielsystemvertreter-Versammlung fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan. Eine weitere Aufgabe, die dem Obmann/Schriftführer zukommt, ist die Führung der Protokolle der Generalversammlung und des Vorstandes mit Hilfe des Obmann/Schriftführer-Stellvertreters.

§13 Der Spielleitervertreter/ Obmann-Stellvertreter

Der Spielleitervertreter/ Obmann-Stellvertreter hat den Obmann/ Schriftführer in dessen Abwesenheit zu vertreten und seine Aufgaben wahrzunehmen, sowie die Angelegenheit der Spielleiter gegenüber dem Vorstand zu vertreten.

§14 Der Kassier

Der Kassier ist für die ordentliche Geldgebahrung des Vereins verantwortlich.

§15 Der Materialwart

Der Materialwart hat das Eigentum und Spielmaterial des Vereins zu verwalten.

§16 Die Event-Manager

Es ist die Aufgabe der Event-Manager die Spezialveranstaltungen des Vereins zu planen und durchzuführen. Hierbei haben sie zuvor dem Vorstand ein Konzept über die jeweilige Veranstaltung sowie eine Kalkulation der Kosten vorzulegen, welche der Vorstand zu genehmigen hat.

§17 Die Rechnungsprüfer

1. Die beiden Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von einem Jahr gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

2. Den Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

3. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des §11 Abs.8 und 9 sinngemäß.

§18 Das Schiedsgericht

1. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitfällen entscheidet das Schiedsgericht.

2. Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von acht Tagen dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.

3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern gültig.

§19 Auflösung des Vereins

1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zwecke einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2. Die Generalversammlung hat auch - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Liquidation zu beschließen. Bei dieser Liquidation erhalten die Mitglieder des Vereins ein Vorkaufsrecht an alle Gegenständen zum aktuellen Materialwert. Der durch die Liquidierung eingebrachte Erlös kann unter allen Mitgliedern zu aliquoten Teilen in der Höhe ihrer Einlagen aufgeteilt werden und ein eventuelles Restvermögen einer Organisation, die ähnliche oder karitative Zwecke verfolgt, gespendet werden.

 
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