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THEMA: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel

Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4381

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Servus ihr lieben Menschen!
Wer mich kennt weiß, dass ich mich viel und gern in diversen Rollenspielforen umtreibe und versuche mehr über unser Hobby rauszufinden. Dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass man vielleicht in den meisten Rollenspielrunden bei uns nicht das ganze Potential des Mediums ausnutzt und sich tendentiell eher auf das sogenannte "Bier und Brezel" Rollenspiel fokusiert. Find ich ein wenig schade. Vielleicht wird das ganze Ding "emotionales Rollenspiel" auch zu sehr hochgehypt und es gibts nicht. Genau das würd ich gern mal ausprobieren.

Deswegen würd ich gern mal ne "ernsthafte" Rollenspielrunde anreissen, sprich weniger Blödelei, mehr Charakterdarstellung. Das ganze soll, wie im Titel gesagt, ein Feldversuch und ich hab echt keinen Plan ob das so hinhaut wie ichs mir vorstell.

Jetzt wollt ich mal fragen, ob einer der wenigen Leser hier prinzipiell Interesse an dieser Art von Spiel hätte. Ist jetzt mal eine vorsichtige Nachfrage bevor ich mich da wirklich näher einlese also obs wirklich stattfindet steht noch in den Sternen.

So long,
Dom
Ohne Gott ging es nicht weiter, und so hab ich mich entschieden, / meiner ist jetzt der Alkohol. / Ich trank ein paar Schlücke und ich fand meinen Frieden / und ich fühlte mich kurzfristig wohl. - Joint Venture, Der trinkende Philosoph
Letzte Änderung: 5 Jahre 3 Monate her von dominik.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4382

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Hi Dom!

Grundsätzlich bin ich auch an 'emotionalerem Rollenspiel' interessiert aber ich finde das Thema ist mir ein bisschen zu prekär und damit meine ich nicht die Sache mit den Kindersoldaten. Der 2te Weltkrieg birgt Schrecken die man nicht unbedingt im Spiel, egal für wie erwachsen man das ganze hält, verarbeiten sollte. Ich finde das wäre unernst und der Sache nicht angemessen.
Wenn du aber ein anders thematisiertes Spiel hättest wäre ich gerne dabei.

Lg R.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4383

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Versteh ich. Im Spiel wird dezidiert drauf hingewiesen, dass man das mit sogenannten "Veils" (also Tabus, die im Spiel nicht angespielt werdne dürfen) regeln kann. Aber ja, ich kann den Punkt nachvollziehen, auch wenn ich ihn nicht unbedingt teile (Stichwort "Erzählendes Medium"). Aber für die Diskussion ist das Forum wohl nicht der geeignete Ort.

Ansonsten kann ich nochmal nachschaun, was für so emotionaleres, charakterfokusiertes Spiel noch geeignet wäre. Eventuell Annalise, das ich irgendwo rumfliegen hab. Annalise ist ein Vampir-Rollenspiel, in dem die Spieler nicht (im Gegensatz zum Platzhirsch in dem Genre) den Vampir spielen, sondern die Betroffenen seiner Aktionen. Also in die Richtung Lucy und Mina aus Dracula. War soweit ich mich erinnere auch mehr auf die Persönlichkeit der Charaktere und ihre Ängste/Geheimnisse fokusiert.

Ansonsten gäbs noch "Nicotine Girls", das Spiel um Teenagermädchen, die ihren Träumen nachjagen. Aber da muss ich zugeben, dass das selbst mir etwas zu langweilig klingt.

Solltest du irgendwelche Hinweise auf eventuelle Kandidaten für das ganze hast nur zu.

Dom
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4384

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Hi again!


Mir scheint die meisten dieser Spiele beruhen auf dem Prinzip, dass man normale Menschen in ungewöhnlichen Situationen spielt und ich denke, dass man dazu fast kein Regelwerk braucht. Reines Storytelling oder ein stark reduziertes klassisches Regelwerk wären wohl am sinnvollsten.

Ich hab nämlich die Erfahrung gemacht, dass viele Indie Systeme, speziell die 'forgigen' überraschend sperrige Regeln haben. Ständig muss man sinnfreie, nicht zur Situation passende Karten ziehen, Jengatürme umwerfen oder auf äußerst wunderliche Attribute würfeln - Immersion ist was anderes...

Nett wäre wenn man sich ein Thema aussucht mit dem alle Spieler leben können.
Wenn du zB das Thema Krieg wählen willst wäre ich am ehensten für eine Runde die den 30jährigen Krieg behandelt.(einfach weil ich historische Geschichten mag).
Die Regeln wären für mich absolute Nebensache.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4388

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Das mir hier keiner die Jenga-Türme schlecht macht :)

Ich finde die Idee mit dem Charakterspiel sehr gut, hätte es aber doch gern etwas 'unrealistischer' beim Setting, weil 'normales' Leben hab ich eh so auch genug.
Generell denke ich gutes Spiel hängt eher von der Runde ab, dh wie immersiv die SpielerInnen sind... allerdings natürlich schwer das vorab zu sagen.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4393

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Hm njo, ich denk dass es ein gewisses Regelwerk braucht. Der Ton in der Szene schient ja wirklcih auf "System matters" zu liegen inzwischen. Und das teile ich insofern, als dass man eine passende Mechanik braucht um ein Spielgefühl zu erzeugen. Und vor allem um Spannung zu erzeugen. Die Möglichkeit des Scheiterns muss in meinen Augen gegeben sein, da man sonst eh alles tut was einem passt, weil man schaffts ja eh. Also reines Storytelling fällt für mich diesbezüglich flach.

Dementsprechend ruf ich mal ein "Wie kriegt man emotionales und (ich erweiters jetzt mal frei aus der Leber raus)tiefergehendes Rollenspiel hin"-Brainstorming unter den bis jetzt beteiligten aus. Was denkt ihr sind mal so Muss-Punkte dafür?
Für mich wär mal essentiell, dass der Charakter mehr als ein Stück Papier ist. Er muss Wünsche, Träume und ähnliches haben. Also eine Persönlichkeit sein, die dann auch ausgespielt wird. Dabei ist, denk ich, drauf zu achten, dass man den Charakter wie eine wirkliche Person darstellt und nicht wie eine Karikatur. Um ein Beispiel zu nennen: Ein Charakter kann gern ein Womanizer sein, nur sollte sich sein Gedankengang dann nicht hundert Prozent der Zeit um Sex drehen. Weil dann wirds eintönig und eben überzeichnet. Und ich denke das behindert emotionales Rollenspiel. FÜr eine Charakterentwicklung wäre finde ich auch das Umfeld des Chars wichtig, sprich Familie, Freunde, Arbeitsumfeld. Das hilft darzustellen, dass der Char nicht nur für das "Abenteuer der Woche" lebt, sondern auch sonst eine Existenzberechtigung hat.

Soweit meine fünf Cent.
Dom
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 3 Monate her #4394

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Interessanter Thread, da klink ich mich auch mal ein.
Ich glaub dass den meisten Spielern (mir auch) ein so krasser Umstieg von Beer&Pretzel auf Emo-Porn zu schwierig wird. Das wurde uns einfach zu lange anerzogen. Ideal finde ich momentan dafür Fate oder Don't rest your head, die den Spagat sehr gut hinkriegen mit den Aspekten bzw. pseudo-psychologischen Attributen. Über das Setting könnte man dann steuern, wie "emotionslastig" das Ganze dann wird. Das wär mein Vorschlag für euch. Dann könnt ihr den "Feldversuch" mal starten mit einem One-Shot, um zu sehen, wie euch das gefällt (anstatt gleich ein eigenes System zu schreiben).

System matters, ja klar. Solange 95% der Charakterwerte Powergaming oder Hack&Slay fördern, wird's ned um Emotionen und Drama gehen - wie z.B. bei den WoD-Systemen, die angeblich auf Storytelling und Drama ausgelegt sind.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4402

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Hi!

Ich bezweifel stark, dass das so wie Dom es meint funktionieren kann.
Ich hatte schon einige Charaktere die Wünsche Träume und Beziehungen hatten. Dafür hab ich noch nie ein spezielles System gebraucht. Klarerweise waren diese Dinge noch nicht bei der ersten Session gegeben aber im Laufe der Zeit hat sich das eben entwickelt.
Es wird wahrscheinlich extrem kompliziert wenn man das schon vor Spielbeginn haben will und man läuft Gefahr, dass der Charakter dann erst recht gestelzt wirkt.
Auch bei Fernsehserien/Filmen oder Büchern entwickelt der Autor seine Charaktere nach und nach, zumindest so wie ich das gelesen habe.
Mein Punkt ist, dass ein Charakter der Tiefe haben soll eben Zeit braucht und man keine Patentlösung von Anfang an haben kann.
System matters eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Charaktertiefe nehm ich da heraus, weil selbst ein reiner D&D Spieler mit Herz und Seele bei der Sache sein kann während ein Indie Spieler(beim Spielen eines Indies versteht sich) eigentlich nur am Tisch sitzt und dumme Witzchen reißt. Alles schon erlebt...
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4403

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Hmm... Njo da könnt was dran sein. Ist wohl eine Frage von Maß und Ziel. Ich rede jetzt mal von Grundpfosten, nicht von ner zehnseitigen Lebensgeschichte des Charakters.
Ziele sind denke ich deswegen wichtig, weil man dann auch selbstständig agieren kann und der SL nicht immer neue Abenteuer nachschmeissen muss. Diese klassische Struktur in der ein Abenteuer, das für sich steht, abgeschlossen wird nur um dann eins, in dem die Monster halt noch mehr Exp habn oder so, dranzuhängen find ich generell etwas unbefriedigend. Das hat sowas von Monster of the Week. Wenn der Charakter/Spieler Ziele hat, dann kann man eine Runde Sandbox-mäßiger machen und ermöglicht so, denke ich mal, eher das Gefühl einer lebendigen Welt, im Gegensatz zu dem "Die Welt dreht sich nur um euch"-Schema der klassischen-Abenteuerstruktur.
Beziehungen sind hier ebenfalls hilfreich, da der SL (oder die anderen Spieler, wenn SL-los) Punkte zum anknüpfen haben und den Charakter einbinden in den Plot. Der Charakter muss quasi eingreifen, wenn sein Kind bedroht wird, aber nicht, wenn in irgendeiner Höhle eine Prinzessin gefangen wird. Hoff es wird klar was ich damit meine. Die Charaktere und ihr Umfeld werden mehr eingebunden. Natürlich ist hier auch Maß gefragt, weil wenn jede Woche ein neuer Vertrauter der Chars angegriffen wird kanns wieder leicht zum "Die Welt dreht sich um euch"-Syndrom kommen.
Bezüglich Seriencharakteren: Ich hab das witzigerweise anders gehört. Mir wurde mal von zwei Filmstudenten eingetrichtert, dass man sich die Vergangenheit der Charaktere bis zum ersten Auftreten überlegt, auch wenn Aspekte ihrer Geschichte in der Serie garnicht thematisiert werden. Das ermöglicht ein homogeneres Auftreten der Figur, da man sich nicht nur überlegen kann, was sie jetzt tut, sondern auch weiß warum sie es tut. Natürlich entwickeln sich aus dier Ausgangssituation heraus noch andere Aspekte und Charaktere verändern sich. Die Veränderung von Charakteren durch den Plot ist ja ein Grundbestandteil einer guten Serie. Wenn Figuren keine Konsequenzen ziehen aus ihren Handlungen und sich immer gleich verhalten dann ist es langweilig.

Bezüglich des Systems hast du schon recht. Bestimmte Mechaniken können jedoch helfen eine bestimmte Stimmung aufzubauen. Das kann schon bei einfachen Attributen anfangen. Cold City (ein Rollenspiel im besetzten Nachkriegs-Berlin in dem die Spieler Mitglieder der Allierten spielen) hat zB "Trust". Trust ist ein Wert von eins bis fünf zwischen zwei Charakteren. Wenn die zwei Charaktere zusammenarbeiten, können sie ihren Trust-Wert als Bonus erhalten. Wenn jedoch einer der Charaktere beschließt den anderen zu hintergehen, bekommt nur er den Bonus und der andere schaut blöd drein. Das ist ein einfacher Mechanismus, der eine gewisse Paranoia zwischen den Spielern erzeugen kann. Und das ist in einem Setting, in dem die Spieler mehr oder weniger konkurierenden Fraktionen angehören die zwangsläufig zusammenarbeiten, doch ziemlich wichtig.
Das System allein trägt das Spielgefühl jedoch definitiv nicht, das stimmt. Man braucht auch die richtigen Spieler dazu, keine Frage.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4404

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Da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass ein System das Spielgefühl trägt, sondern unterstützt. Und dass es schon ein paar flotte Systeme gibt, die man für einen "Feldversuch" hernehmen könnte.
Wenn man nämlich extra ein System dafür baut, dann ist die Erwartungshaltung an die Spielrunde noch größer als vll ohnehin bereits. Und wenn's dann nachm 1x Mal nicht gleich der Burner ist, dann ist die Motivation schnell dahin. Nur meine Meinung.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4405

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dominik schrieb:
Das System allein trägt das Spielgefühl jedoch definitiv nicht, das stimmt. Man braucht auch die richtigen Spieler dazu, keine Frage.

Das ist eigentlich das Wichtigste. Meiner Meinung nach "mattern" Spieler viel mehr als jedes System.
"Auch diese Worte werden vergehen."
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4406

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Interessant, offenbar wurde das erste Post verändert und der Hinweis auf das System, auf welches im zweiten Post Bezug genommen wird gelöscht....

Gute Diskussion muss ich sagen, wenngleich ich mir eher weniger solche Gedanken zu RPGs machen. Meine Meinung wäre, es einfach mal auszuprobieren, dh eine offene Runde in den OVK eintragen und dann mit dem (also den SpielerInnen) arbeiten, die dabei sein möchte. Alles andere ist halt irgendwann nur noch Theorie, die sich immer schwerer auf die Praxis umlegen lässt.
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4407

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Hi jetzt will ich auch noch ein paar Dinge anmerken:
Meiner Meinung nach "mattern" Spieler viel mehr als jedes System.

Stimmt in jedem Fall, ich möchte aber auch noch anmerken, dass ich den Hintergrund eines Rollenspiels für viel wichtiger halte als die Regeln. Bsp.: Bei Shadowrun wirst du wohl kaum viel Tiefe erreichen können wenn der Hintergrund dir vorschreibt dass du einen schießwütigen Outlaw spielen musst.
Ziele sind denke ich deswegen wichtig, weil man dann auch selbstständig agieren kann und der SL nicht immer neue Abenteuer nachschmeissen muss.

Erfahrungsgemäß funktioniert das nur an besonders guten Tagen. Also wenn sowohl Sl als auch die Spieler in der richtigen Stimmung sind. Vorbereitung ist als SL das A und O. Weil im schlimmsten Fall stitzen die Spieler da und starren dich den ganzen Abend groß an bis du ihnen erst recht wieder einen Auftrag gibst.
Wenn die Spieler sich selbst beschäftigen wollen werden sie das auch tun. Wenn nicht dann braucht man einen Plan B, also einen Auftrag oder ähnliches. Verlassen kann man sich aber auf gar nichts. Du kannst den Spielern höchstens einbläuen, dass du eine Sandbox Kampagne leiten willst und es keine Aufträge oder klassische Abenteuer geben wird. Wer dann nicht zufrieden ist kann wieder gehen...
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Aw: Feldversuch: Ernstes Rollenspiel 5 Jahre 2 Monate her #4408

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hmm, schon länger verfolgt und jetzt auch noch mein Senf dazu.
Denk auch, dass es primär an den teilnehmenden Spielern liegt.
Ich geh jetzt mal von mir aus, da ich mir sehr wohl im voraus überleg, was denn die Hintergründe meiner Charaktere sind. Und das unabhängig vom Spielsystem. Selbst bei Shadowrun kann man einiges reinpacken, auch wenn es dann im späteren Abenteuer vielleicht niemals zur Sprache kommt. Aber es hilft, sich mit dem Charakter zu identifizieren und erleichtert ungemein, später Entscheidungen zu treffen.
Klar ist es hilfreich für den Meister, sofern vorhanden, diese Hintergründe zu kennen um gegebenenfalls gewisse Handlungen vorausplanen zu können.

Der wichtigste Satz hierzu ist schon gefallen:
Für mich wär mal essentiell, dass der Charakter mehr als ein Stück Papier ist.

Mit dieser Prämisse kann selbst ein einfaches D&D dann schon zu einen emotionalen Miteinander der Spieler werden.

Was nun die Thematik Spielen ohne Meister angeht ... kann durchaus sehr interessant sein, hängt aber stark von der Selbstdisziplin der Teilnehmer ab.

Kann mir so eine Runde durchaus als sehr interessant vorstellen. Vor allem, weil die Hintergründe ja zu Beginn kaum bekannt sind und hoffentlich die Spieler nit gleich am Anfang alles ausplappern wie "ich hatte ein schweres Leben, mein Vater ist abgehauen, meine Mutter dem Alkohol verfallen, in der Schule wurde ich von den Großen immer geschlagen usw." Das alles kann vielleicht im Lauf der Geschichte aufkommen, wenn sich die Charaktere kennenlernen und vielleicht auch im Laufe des Spiels zu AHA-Effekten führen, warum sich der jeweilige nun immer in speziellen Situationen so verhalten hat.

Die Spielumgebung trägt sicher auch dazu bei, wo man sich am besten einleben kann. Der Kommentar, dass das reale Leben schon genug Troubles bietet und man daher eher zu fantastischen Welten ausweichen möchte hat meiner Meinung nach auch seine Berechtigung, aber halt jeder nach seiner Fasson ...

So, genug von mir erstmals
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